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Zu den Hochzeiten der New Economy rund um die Dot-Com-Blase stand dieses Kürzel für das Coole im Web: DHTML. Ähnlich wie derzeit mit Web 2.0 und Ajax wollte damals jede Seite hip sein, und hip war man, wenn man DHTML einsetzte – und zwar möglichst viel davon, immer und überall.

Dazu muss man sich die Situation vor Ajax, vor Flash und DHTML vorstellen: Internetseiten waren damals eher simpel und statisch. Die Fähigkeiten von JavaScript waren damals auch noch recht begrenzt. Dies änderte sich mit Erscheinen des Netscape-Browsers in der Version 4. Er ermöglichte viel Neues, unter anderem die Verwendung eines <layer> bzw. <ilayer>-Elements und deutlich bessere JavaScript-Unterstützung. Vor allem schaffte er die Voraussetzung für eines: das Verändern einer bereits angezeigten Website, ohne dazu das komplette Bild neu aufbauen zu müssen (damals war das fast revolutionär). Damit war die Grundlage für das geschaffen, was allgemein unter DHTML bekannt geworden ist.

Was ist DHTML?

DHTML steht für Dynamic HTML, also dynamisches HTML. Ziel von DHTML-Anwendungen ist es, Interaktivität in die sonst relativ statische Umgebung einer Website zu bringen, ohne dass dazu jedes Mal ein erneutes Laden der Seite notwendig ist (man muss hierzu bedenken, dass zum Entstehungszeitpunkt Modems und schmale ISDN-Leitungen noch die Speerspitze der Internetanbindung bildeten). Einfach gesprochen ist DHTML nichts Neues, sondern lediglich eine geschickte Verknüpfung einiger alter Elemente: nämlich HTML, JavaScript, CSS und DOM, das Document Object Model, das damals mehr oder minder gerade im Entstehen war. HTML bildet hier die Grundlage – die Webseite eben. Mit CSS werden das Design verfeinert und zum Beispiel Objekte positioniert. JavaScript dient dazu, für Interaktivität zu sorgen und etwa auf Ereignisse zu reagieren. Und DOM regelt den Zugriff zwischen JavaScript, HTML und CSS.

Wie oben erwähnt ist DHTML also eigentlich nichts Neues, sondern beschreibt lediglich ein besseres Zusammenspiel bereits bestehender Komponenten. Die vorrangigen Einsatzgebiete von DHTML bestehen dann auch entsprechend aus den Aufgaben, die man mit den einzelnen Komponenten am besten erledigen kann: die Elemente einer Website nachträglich zu verändern, um diese etwa ein- und auszublenden, zu (re-)positionieren oder den Text zu verändern.

Wo hört JavaScript auf und wo fängt DHTML an? Gerade weil DHTML nun mal zu einem sehr großen Teil auf die Funktionalitäten von JavaScript zurückgreift beziehungsweise sogar darauf angewiesen ist, lässt sich hier schwer eine Grenze ziehen, wo „normales“ JavaScript aufhört und DHTML anfängt. Das Ziehen dieser Linie sei also jedem selbst überlassen. In der Regel fällt eine Technik jedoch allgemein dann unter diesen Begriff, wenn mittels JavaScript und CSS HTML-Elemente in irgendeiner Weise nachträglich verändert werden. Das Nachladen eines Frames oder die Kontrolle eines Formulars auf Richtigkeit zählen demnach nicht dazu, wohl aber, wenn nach der Kontrolle des Formulars das falsche Formularfeld mittels CSS rot markiert wird oder ein Element ein- oder ausgeblendet wird. Was brauche ich für DHTML und wie schreibe ich es?

Da es sich bei DHTML um ganz normale Webseiten handelt, die lediglich einen etwas weiter ausgreifenden JavaScript-Code beinhalten, ist also nichts weiter notwendig, als was Sie nicht auch schon für die Arbeit mit JavaScript benötigen.

Der zweite Teil der Frage ergibt sich ebenso daraus: Es werden keine Unterschiede in Bezug auf Code, Funktionen oder einen anderen Bestandteil von JavaScript, HTML oder CSS gemacht – alles bleibt beim Alten, es ändert sich nur das Wie.

Das Browser-Problem

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