Eine einmal bei Suchmaschinen angemeldete Joomla!-Webseite sollte nicht gleich wieder fundamental umgestaltet werden. Auch mehrfache Anmeldungen bei ein- und derselben Suchmaschine wirken sich ungünstig aus (auch wenn sie gut gemeint sind). Es bestehtnämlich grundsätzlich die Gefahr, dass die Webseite (oder Teile davon) als Spam behandelt wird. Wenn das der Fall ist (zu erkennen etwa daran, dass Ihre Website im Google-Ranking immer mehr abfällt), sollten Sie Ihre gesamte Website auf Inhalte überprüfen, die als Spam interpretiert werden können.
Spam –Inhalte in Joomla! können sein:
- E-Mail Cloaking,
- Weiterleitungen, die kein klares Ziel haben,
- Text, dessen Farbe sehr ähnlich zum Hintergrund ist, Text in sehr kleinen Schriftgrößen, Text, der mit CSS ungünstig festgelegt wurde,
- Doorway –Pages sind Weiterleitungen auf eine andere Webseite. Inhaltlich können in Doorway -Seiten Keywords hinterlegt werden. Da solche Weiterleitungen oft von Warez. und Sex-Seiten verwendet werden, interpretieren manche Suchmaschinen diese Seiten als Spam.
Was Sie vermeiden sollten:
Versteckten Text
Gerade CMS (Content Management Systeme) unterliegen mitunter der Fehlinterpretation der Suchmaschinen–Roboter, weil sie versteckten, farblich dem Hintergrund angepassten, Text beinhalten können. Vor einer Anmeldung an Suchmaschinen sollte die Webseite dahingehend geprüft werden, ob solcher versteckter Text vorhanden ist.
Frames
In der Internet-Steinzeit galten Frames als der letzte Schrei, heute aber nicht mehr. Dass Suchmaschinen-optimierte Seiten möglichst auf Frames verzichten, liegt nämlich auf der Hand. Denn unter Frames versteht man Teilbereiche einer HTML-Seite, in denen wiederum eine andere solche Seite dargestellt werden kann. Wenn nun eine Webseite 3 oder 5 Frames hat, stellt sich die Frage, welche der Suchmaschinen-Spider auswerten soll. In diesem Fall müssten alle Seiten, die in Frames eingebunden sind, gültige Meta–Begriffe beinhalten, damit dies funktionieren kann. Oder, als bessere Alternative, Sie verwenden in der Startseite keine Frames. Da Joomla! generell ohne Frames arbeitet, müssen Joomla!-Anwender diesem Punkt keine Beachtung schenken.
Vermeiden Sie Flash-Startseiten
Auch heute noch haben Suchmaschinen Probleme damit, Flash-Seiten richtig auszuwerten. Das gilt vor allem dann, wenn die Startseite eine reine Flash-Seite ist. Dieses Problem lässt sich aber umgehen, wenn die Startseite eine HTML-Seite ist. Diese kann zwar durchaus eingebettete Flash-Elemente aufweisen. Die Flash-Komponenten werden dabei gewissermaßen in ein optimiertes HTML eingebettet. Somit kann die Seite auch indiziert werden.
Willkommensseiten ohne Textinhalte
Das ist im Web oft zu sehen: Eine Willkommensseite, die lediglich ein Bild enthält. Klickt man darauf, wird der Benutzer auf die eigentliche Webseite weitergeleitet. Es gibt zwar die Methode, den folgenden Code einzufügen, der die Suchmaschinen-Roboter weiterleitet:
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Allerdings folgen nicht alle Suchmaschinen diesem Link zum eigentlichen Content.
Wichtig sind aktuelle Inhalte – eine gepflegte Seite
Eine Website sollte mindestens sechs gültige (optimierte) Seiten aufweisen. Websites, deren Content nur gering ist – die beispielsweise nur ein oder zwei Seiten umfassen –, werden meistens nicht indiziert. Achten Sie ferner darauf, dass immer aktuelle Inhalte vorhanden sind. Suchmaschinen-Roboter können erkennen, ob der Inhalt neu oder alt ist. Selbstredend sind neue Inhalte immer interessant für Suchroboter.
Suchmaschinen sollten ihre Seite interpretieren können
Spider lesen Texte aus. Wenn sie keinen Text finden, wird die Seite nicht indiziert. Daher ist es wichtig, zumindest auf der Indexseite viel interessanten Text zu platzieren. Sparen Sie nicht bei den Keywords. Grafiken und Medien können Spider noch nicht auslesen, weil sie keinen Text beinhalten. Wichtig ist viel Text als Inhalt in den Meta-Tags.
Überprüfen Sie den HTML-Code Ihrer Website, vor allem aber in der Startseite.
Der Quelltext der Webseite sollte schlank sein. Stellt der Roboter während des Indizierens fest, dass kein Ende in Sicht ist (das muss mach sich bildlich vorstellen) bricht er die Indizierung ab, weil der Robot theoretisch ewig beschäftigt wäre. Achten Sie darauf, dass schlanker und sinnvoller Code im Header der Webseite und der Meta-Tags steht, damit Suchmaschinen-Spider ihn auslesen können.
Weiterleitungen sind problematisch
Es besteht die begründete Gefahr, dass Weiterleitungen auf andere Websites von den Spidern zwar interpretiert werden können, aber als Ergebnis die Webseite am Ende der Weiterleitung indiziert wird. Die Webseite, auf die weitergeleitet wird, erfreut sich infolgedessen hoher Besucherzahlen, während Ihre Webseite übergangen wird.
Grundsätzlich sind Weiterleitungen in Ordnung. Sie sollten sie aber nicht in der index.html, also der Startseite der Webseite, unterbringen.
Keine Sonderzeichen in der URL
Suchmaschinen haben Schwierigkeiten, eine URL mit Sonderzeichen zu lesen. Das ist vor allem bei dynamisch erzeugten Webseiten in PHP der Fall. In PHP generierte Seiten weisen oft die Endung „?“ auf.
Die folgenden Sonderzeichen sind für die Indszierung nicht geeignet
Und-Zeichen (&)
Fragezeichen (?)
Dollar-Zeichen ($)
Gleichheitszeichen (=)
Prozent-Zeichen (%)
Vermeiden Sie Sonderzeichen. Sie können dies vermeiden, wenn Sie in Joomla! in der Systemkonfiguration die Einstellung Suchmaschinenfreundliche URLs auf Ja setzen.

Sauberer HTML-Code
Die Spider der Suchmaschinen befolgen strikt die HTML-Richtlinien. Wenn der Webseiten-Code ungültiges HTML beinhaltet, kann es sein, das der Suchmaschinen-Spider gar nichts mehr findet. Das bedeutet nicht dass kein Code vorhanden ist, sondern der Code sich nicht lesen lässt. HTML-Code, der nicht gültig ist, wird leider oft verwendet. Gerne werden zum Beispiel HMTL-Seiten mit Microsoft Word. Das ist auch nachvollziehbar, denn Word bietet diese Funktion an. Die Qualität des Codes ist jedoch problematisch. Versuchen Sie es selbst! Legen Sie ein Word-Dokument an und speichern dies als HTML-Datei und anschließend öffnen Sie es im Browser. Wenn sie den Seitenquelltext im Mozilla-Browser Firefox betrachten, fallen sofort Unmengen an grauem MSO-Code auf (MSO = Microsoft Office). Dieser Code ist für einen Spider unmöglich zu lesen, weil er kein gültiges HTML enthält. Es ist daher enorm wichtig, auf gültigen HTML-Code zu achten.

Der Textabschnitt wurde dem Buch "Joomla! für Profis" von Stephan Brey entnommen, das im Franzis-Verlag erschienen ist. Sie können es
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Stephan Brey
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