Bilder sind eine schöne Sache. Sie lockern eine Webseite auf, sorgen für Farbe und verbessern den Gesamteindruck, den ein Besucher von einer Seite bekommt. Ohne Bilder lassen sich zudem bestimmte Sachverhalte kaum sinnvoll darstellen. So viel zu den Vorteilen von Bildern in Webseiten, nun zu den Nachteilen: Bilder liefern Suchmaschinen – bisher – keine bzw. kaum Informationen, die verwertbar wären.
Zwar arbeitet man auch bei Google und Co. an Systemen, die es irgendwann erlauben, den Inhalt eines Bildes zu erfassen und zu deuten. Aber bis diese Systeme fehlerfrei funktionieren, werden noch einige Jahre vergehen. Solange dies nicht der Fall ist, sollten wir den Suchmaschinen auf die Sprünge helfen. HTML bietet hierzu alle Voraussetzungen: Jedem Bild kann durch ein alt-Attribut ein alternativer Text sowie durch ein title- Attribut Zusatzinformationen zur Verfügung gestellt werden. Sofern noch nicht geschehen, sollten Sie also bei Bildern grundsätzlich beide Attribute angeben und mit einer kurzen Beschreibung zum Bild füllen – am besten natürlich mit sinnvollen Angaben, die gleichzeitig auch noch ein Keyword enthalten.
Frames
Noch vor einigen Jahren waren Frames verpönt, weil nur die neuesten Browser sie beherrschten. Dann waren sie für kurze Zeit das Nonplusultra und jede Seite bestand nur noch aus Frames. Mittlerweile ist wieder das Gegenteil der Fall: Frames sind megaout, tabellenlose CSS-Layouts gelten dagegen als cool. All jene, die dennoch nicht auf Frames verzichten können oder wollen, sollten diese zumindest richtig einsetzen, wenn es um die Suchmaschinenoptimierung der Webseite geht. Allein der Google Robot liest auf gut einer Million schlecht durchdachten Webseiten statt eines sinnvollen Textes nur die Leerformel: »Ihr Browser unterstützt keine Frames!« Um den Robots einen solch tristen Anblick zu ersparen, sollte hier auf jeden Fall der <noframes>-Bereich nicht nur für eine kurze Fehlernachricht genutzt werden. Sinnvoll ist es hier, eine Art kleines Inhaltsverzeichnis zu hinterlegen, das den Robot auf direktem Wege zu den relevanten Informationen führt – nämlich dem Content, den er in seinen Index aufnehmen soll. Gern kann in diesem Bereich auch Text untergebracht sein – übertreiben Sie es nur nicht mit der Freundlichkeit.
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CSS, JavaScript und Flash
Mit CSS (Cascading Style Sheets), JavaScript und Flash verhält es sich ähnlich wie mit den zuvor behandelten Bildern und Frames: Sie liefern dem Robot keinerlei Informationen. Schlimmer noch: Sie verstecken Informationen vor ihm. Zwar ist nicht auszuschließen, dass Robots auch JavaScript-Code auf relevante Begriffe durchsuchen – in der Regel wird der Code jedoch unbeachtet übergangen. Um dem Robot hier nicht mehr Schwierigkeiten zu machen als nötig, sollten grundsätzlich alle CSS-Definitionen und JavaScript-Skripte in eine externe Datei ausgelagert werden. Dies hat zugleich den Vorteil, dass bei oft verwendeten Style Sheets und Skripten gleich noch etwas Speicher gespart wird und die Seite ein wenig schneller laden kann.
Doch was passiert, wenn ein JavaScript-Codestück wirklich wichtige oder interessante Informationen enthält, die dem Robot entgangen sind? Nichts leichter als das – auch hierfür hält HTML die passende Lösung bereit: Ein an das Skript anschließender <noscript>-Bereich wird einfach mit den relevanten Informationen gefüllt. Da nicht nur Robots, sondern teilweise auch Besucher mit aktuellen Browsern kein JavaScript verstehen, weil es deaktiviert wurde, fängt man hier zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Robots bekommen die Informationen, die ihnen sonst vorenthalten würden, und die Besucher mit deaktiviertem JavaScript stehen nicht völlig im Regen. Mit Flash ist es etwas spezieller – hier gibt es keinen <noflash>-Bereich oder dergleichen, und title-Attribute werden erfahrungsgemäß bei Flasheinbindungen eher ignoriert. Aus diesem Grund ist es ratsam, Flash nicht als primären Inhaltslieferanten, sondern nur als Rahmen oder Untermalung einzusetzen. Reine Flashseiten sind also für Suchmaschinenoptimierer ein Tabu. Sollte es sich dennoch mal nicht verhindern lassen, dass bestimmte Inhalte und Informationen via Flash transportiert werden, sollten die betreffenden Inhalte nochmals zusätzlich abrufbar sein. Dies lässt sich etwa durch einen in der Verwendung missbrauchten <noscript>-Bereich oder auch durch ein kleines zusätzliches Dokument bewerkstelligen, in dem die Inhalte nochmals als für den Robot lesbarer Text dargestellt werden.

Dieser Text ist dem Buch “Websites pushen” von Jan Winkler entnommen, das im Franzis-Verlag erschienen ist.
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Jan Winkler
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