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Bevor wir mit der eigentlichen Suchmaschinenoptimierung loslegen können, müssen wir erst schauen, wo wir aktuell stehen, um dann Mittel und Wege entwickeln zu können, die uns an das Ziel bringen, das wir erreichen möchten (nach oben natürlich). So mancher Kunde hat nach der Bestandsaufnahme erstaunt festgestellt, dass sich eine Optimierung der Webseite eigentlich gar nicht mehr lohnt, weil er sich bei den wichtigsten Suchbegriffen jeweils schon auf den vorderen Plätzen befindet. Andere realisieren mit der ersten Analyse allerdings auch erschreckt, dass sie bei kaum einem für sie wichtigen Suchwort unter den ersten 100 Treffern zu finden sind und sich daran schleunigst etwas ändern sollte.

Wichtig ist, dass in einer Zieldefinition die Keywords herausgesucht wurden, für die wir gefunden werden wollen. Nun geht es daran zu sehen, wo die Zielseite denn überhaupt bei den einzelnen Keywords aktuell steht: Es wird also das Ranking ermittelt. Dazu wird die jeweilige Suchmaschine mit dem Browser angesteuert; nach und nach werden die Suchbegriffe eingegeben. Innerhalb der Ergebnisse wird geschaut, an welchem Platz sich die Zielwebseite befindet. Da dies einiges an Arbeit kosten kann, ist es hier empfehlenswert, auf eines der zahlreichen Tools zurückzugreifen, die automatisiert die Platzierung bei den einzelnen Suchmaschinen abfragen. Alles zusammen sollte man in einer kleinen Liste festhalten oder direkt im Tool speichern, falls das Werkzeug, das wir benutzen, dies anbietet. Finde ich mich selbst? Ebenfalls wichtig für die meisten Webseiten ist, dass diese sich unter ihrem eigenen Namen finden. Wenn jemand nach »Amazon« sucht, möchte er ja auch die Webseite des Onlinehändlers an vorderer Stelle finden. Begeben Sie sich also z. B. zu Google und geben Sie Ihren eigenen Firmen- bzw. Webseitennamen ein (ohne das Suffix .de). Sofern Sie sich an der Stelle 1 bis 5 wiederfinden, besteht kein Grund zur Sorge – Ihre Seite wurde bereits indexiert, und Google weiß mit Ihrem Namen etwas anzufangen. Sofern Sie Ihre Webseite nicht unter den ersten 50 bis 100 finden und Sie keinen allgemeinen Namen, sondern einen Eigennamen (also eine Bezeichnung, die es im normalen Sprachschatz nicht gibt, wie etwa eBay, Amazon oder Google) verwendet haben, sieht es vorn vornherein relativ schlecht für Ihre Seite aus. In der Regel bedeutet dies, dass Ihre Webseite entweder noch nie von einem Robot dieser Suchmaschinen besucht wurde oder dass die Webseite selbst für ihren eigenen Namen als irrelevant eingestuft wurde und deshalb nicht gezeigt wird. Backlinks ermitteln – wer hat mich verlinkt? Ebenfalls wichtig für die Bestandsaufnahme ist die Ermittlung der Backlinks – es wird also gezählt, wie viele andere Webseiten auf die zu optimierende Webseite bereits einen Link gesetzt haben. Hierzu fragen wir einfach die großen Suchmaschinen mit einer speziellen Suchanfrage ab. Für alle drei großen Suchmaschinen (Google, Yahoo, Bing) lautet diese:  link:[URL]

... wobei [URL] durch die URL (Adresse inkl. http://...) Ihrer Webseite ersetzt wird. Die Suchanfrage wird einfach wie jede andere Suche in das Suchfeld bei der jeweiligen Suchmaschine eingegeben. Das Resultat hierzu ist eine Liste der Seiten, die einen Link zu der in [URL] angegebenen Adresse gesetzt haben. Interessant ist hier neben den eigentlichen Seiten auch die Gesamtzahl der gefundenen Ergebnisse. Diese Zahl steht bei den drei Suchmaschinen direkt über der Trefferliste.

In der Regel zeigen alle drei Suchmaschinen für diese Suche einen anderen Wert an, was allerdings nicht verwunderlich ist, da die Filtermechanismen, etwa um gleiche Seiten auszuschließen, unterschiedlich sind. MSN zeigt aktuell bei den meisten Webseiten den genauesten bzw. höchsten Wert an, Yahoo filtert etwas mehr, und Google zeigt grundsätzlich nur relativ wenig an. Trotzdem sind alle drei Werte wichtig – auch um später beurteilen zu können, ob und wie die Suchmaschinen auf die Optimierung reagiert haben. Die Werte sollten also ebenfalls notiert und zu den Daten der Keywords gelegt werden.

PageRank ermitteln – wie bewertet mich Google? Die Bedeutung von PageRank für die Platzierung innerhalb der Suchmaschinen nimmt stetig ab, dennoch ist er immer noch ein guter Indikator für die Arbeit des Suchmaschinenoptimierers. Zur Abfrage des PageRank empfiehlt es sich, die »offizielle« Quelle zu verwenden – also die Google-Toolbar zu installieren. Der Download hierzu findet sich unter http://toolbar.google.de. Nach dem Download wird innerhalb der Installation gefragt, ob man die erweiterten Funktionen aktivieren möchte, was zu bejahen ist, da man sonst den PageRank nicht angezeigt bekommt. Ist die Toolbar installiert, erscheint sie im Internet Explorer bzw. Firefox direkt unter der eigentlichen Adressleiste. Steuert man nun eine Webseite an, zeigt die kleine Skala in der Mitte der Toolbar den PageRank an. Hält man die Maus darüber, wird auch der genaue Wert angezeigt.

Dieser Text ist dem Buch “Websites pushen” von Jan Winkler entnommen, das im Franzis-Verlag erschienen ist. Das Buch ist hier direkt bestellbar.

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