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Das wurde aber auch Zeit: Bing und Google implementieren den Microblogging-Dienst Twitter in ihre Suchergebnisse. Was bedeutet das für die SEO?
Es ist soweit: Twitter beliefert nun als weiterhin selbstständiger Service zwei große Suchmaschinen: Bing – und, ja, auch Google. Letzterer hatte sich noch vor kurzem nicht gerade löblich über den Microblogging-Dienst geäußert (”Twitter ist E-Mail für Arme“). Unter dem Redmonder Konkurrenzdruck war man nun aber offenbar doch gezwungen, diese Haltung zu überdenken. So verkündete dann auch die Produktverantwortliche Marissa Mayer am 21.10.2009, dass Google zukünftig (in ein paar Monaten) Twitter für die Google-Suchergebnisse berücksichtigen möchte.
Bing ist in diesem Fall einen gehörigen Schritt voraus. Unter http://www.bing.com/twitter kann ein erster Vorgeschmack gewonnen werden. Zur Zeit werden die Suchergebnisse von Twitter auf einer gesonderten Seite präsentiert. Das soll sich aber in Zukunft ändern. Aktuell ist das Bing-Twitter nur für den US-Markt nutzbar. Um von Deutschland aus auf den Service zugreifen zu können, muss der URL ein Language-Parameter angehangen werden: http://www.bing.com/twitter?setmkt=en-us.
Zum ersten Mal in der Firmengeschichte von Google gewinnt man den Eindruck, dass das Management einer gravierenden Fehleinschätzung unterlag und Bing so einen weiteren Treffer im Kampf der besseren Suchmaschine ermöglichte. Natürlich sind die Redmonder noch lange nicht dort, wo sie gerne wären, trotzdem zeigt die aktuelle Entwicklung, dass Google nicht unfehlbar ist (obwohl genau das mit Büchern, wie “What would Google do” suggeriert wird). Microsoft ist also durchaus in der Lage, den Konkurrenten aus Mountain View unter Druck zu setzen.
Und Bing legt noch weiter nach: In Kürze soll auch Facebook live durchsucht werden können.
Twitter für die Suchmaschinenoptimierung
Ist Twitter in der Familie der “Universal Search” einmal angekommen, wird deren Einsatz natürlich besonders für die SEO interessant. Man kann davon ausgehen, dass in der kommenden Zeit viele Diskussionen über relevante Ranking-Faktoren, sowie unzählige Tests durchgeführt werden, um das Machbare zu ergründen. Gehen wir vom aktuellen Stand der Dinge aus, kann man davon ausgehen, dass die eingehenden Links auf ein Profil einen Faktor darstellen (Profilseiten werden bisher wie “normale” Webseiten bewertet). Ob Faktoren, wie bspw. die Anzahl der Follower, zu qualitativen Ergebnissen führen wird, bleibt fraglich.
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