Die Linkoptimierung ist ein zentraler Punkt der Suchmaschinenoptimierung. Nachdem die Webseite als solche einmal in Sachen Inhalt, Struktur und Code optimiert wurde, beschäftigt sich ein Suchmaschinenoptimierer zu fast 99 % anschließend nur noch damit, die Linkoptimierung voranzutreiben.
Ziel des Ganzen ist es, möglichst viele relevante Links von vielen zum Thema passenden Webseiten zu bekommen, die zur eigenen Webseite mit einem geeigneten Text verweisen. Es gibt eine ganze Reihe von Kriterien, die letztlich ausmachen, ob ein Link zur Optimierung der Webseite und damit zu einem besseren Ranking beiträgt oder ob es sich dabei nur um ein paar Zeichen verschwendeten Code auf einer Webseite handelt.
Bei der Linksuche sind prinzipiell mehrere Typen von Webseiten interessant: Verzeichnisse und Kataloge
Die einfachste Möglichkeit, an einigermaßen passende Links zu kommen, sind die gängigen Verzeichnisse und Kataloge. Da diese letztlich davon leben, Links zu veröffentlichen, ist die Aufnahme in ein Verzeichnis in der Regel recht einfach und meistens auch kostenlos. Einige der gehobeneren Verzeichnisse nehmen Eintrags- oder Monats- bzw. Jahresgebühren. Hier sollte man abwägen, ob der Link den Preis wert ist. Wichtig ist, dass der Link direkt zu Ihrer Seite gesetzt wird und keine Umleitung benutzt (bei der etwa der eigentliche Link auf eine Weiterleitungsseite im Verzeichnis zeigt und diese dann den Besucher nur via HTTP bzw. HTML zur Zielseite führt). Schauen Sie sich deshalb das Verzeichnis genau an, bevor Sie dort einen Link kaufen, und schauen Sie, ob als Adresse auch die der verlinkten Webseite und nicht nur die Adresse des Verzeichnisses erscheint, wenn Sie mit der Maus über einen Link fahren.
Einige Verzeichnisse erwarten auch, dass man selbst einen Backlink zum Verzeichnis setzt, um in diesen aufgenommen zu werden. Sofern das Verzeichnis aber nicht exakt zu Ihrer Webseite passt, sollten Sie von derartigen Offerten die Finger lassen. Bedenken Sie hierbei, dass jeder Link von Ihrer Seite zu einer anderen Ihre interne Linkstruktur schwächen kann. Davon abgesehen, benötigt eine Seite, um bei gefragten Begriffen auf die vorderen Plätze in den Trefferlisten zu kommen, ggf. Hunderte bis Tausende von Backlinks – und Sie wollen doch nicht Hunderte oder Tausende von Links zu irgendwelchen Verzeichnissen auf Ihrer Seite platzieren ...
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Neben den vielen unwichtigen Verzeichnissen gibt es eine Handvoll Webseiten, auf denen man sich unbedingt eintragen sollte. Für quasi jede Webseite ist ein Eintrag im Verzeichnis dmoz.org wichtig – ein Link von hier gilt allgemein als eine grundsätzliche Voraussetzung, um bei Google bei gefragten Keywords weiter oben gefunden zu werden. Als Zweites empfiehlt sich ein Eintrag in das Verzeichnis von Allesklar.de, da sich hieraus u. a. MSN, Fireball und Lycos sowie einige weitere Webseiten bedienen. Webseiten, die in diesem Verzeichnis stehen, werden in der Regel bei den jeweiligen Suchmaschinen etwas besser gefunden. Als Drittes kann ein Eintrag im Verzeichnis von Yahoo überlegt werden, wobei der Eintrag allerdings kostenpflichtig ist und deshalb im Einzelfall zu teuer im Vergleich zum Nutzen sein könnte. Grundsätzlich gilt aber auch hier: Wer im Yahoo-Verzeichnis steht, wird bei Suchvorgängen mit Yahoo deutlich öfter gefunden – oftmals ist der Eintrag in das Verzeichnis schon der halbe Weg, um mit seiner Webseite auf den vorderen Plätzen bei einem Keyword entdeckt zu werden. In hartnäckigen Fällen empfehlen sich zudem Einträge in weitere wichtige Verzeichnisse wie web.de, flix.de oder bellnet.de.
Nachrichtenseiten
Die zweite Gruppe an relevanten Seiten sind Nachrichten- und Informationsseiten, also Seiten, die zwar mit dem Thema unserer Webseite irgendwie zu tun haben, sich aber eben auch mit unzähligen anderen Themen beschäftigen. Hier besonders interessant für die Suchmaschinenoptimierung sind große Magazine wie stern.de, berliner-zeitung.de, nzz.ch und Informationsportale wie wissen.de oder wikipedia.de. Derartige Formate gibt es in allen Größen, Bereichen und Qualitäten, sodass letztlich jeder eine für sich passende Seite finden kann. Gerade bei Webseiten mit lokalem Charakter (etwa Läden mit einem Onlineshop, Städteportale oder Dienstleister mit einem bestimmten Arbeitsradius) macht sich beispielsweise ein Link in der Onlineausgabe der lokalen Zeitung recht gut und ist zudem nicht völlig außerhalb der finanziellen Möglichkeiten – nur die wenigsten dürften schließlich solch gute Beziehungen haben, um einen Link vom Spiegel oder der FAZ zu bekommen.
Themenverwandte Seiten
Die dritte und zugleich wichtigste Kategorie sind themenverwandte Webseiten – also Webseiten, die ähnliche oder gleiche Themen behandeln wie Ihre Seite. Dabei sind jene besonders interessant, die vorwiegend nicht kommerziell betrieben werden, da diese in der Regel ihre Linkkraft weder durch Werbung noch durch bereits bestehende Links zu anderen Webseiten verschwenden. Normalerweise kennt man ja die Seiten, die sich mit einem Thema beschäftigen, diese sollten also als Erstes gleich bezüglich eines Links in Angriff genommen werden. Darüber hinaus fallen in diese Kategorie auch die ersten 20 bis 50 Seiten, die bei unserem Haupt-Keyword von den Suchmaschinen ausgespuckt werden. Dies sind (geht man nach der Suchmaschine) die wichtigsten Seiten für das Keyword und damit auch die wichtigsten Seiten, die für uns als Linkpartner infrage kommen.
Dieser Text ist dem Buch “Websites pushen” von Jan Winkler entnommen, das im Franzis-Verlag erschienen ist. Es kann hier direkt bestellt werden.

Jan Winkler
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