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Die Macht der Vielen im Internet manifestiert sich in verschiedenen Formen beziehungsweise auf verschiedenen Plattformen. Die quantitativ präsenteste Plattform dürfte wohl der Blog darstellen, der auch von technisch weniger versierten Menschen recht einfach angelegt und verwaltet werden kann. Aber auch solche Plattformen können zu einem Schlachtfeld werden, wenn man im Umgang mit ihnen nicht sonderlich geübt erscheinen will.

So hatte sich der Politiker Lutz Heilmann (Die Linke) offenbar an seiner Stasi-Vergangenheit gestört, die in einem Wikipedia-Artikel zu seiner Person beschrieben wurde. Er ließ daraufhin im November 2008 den Zugang zu dem Online-Nachschlagewerk über die URL wikipedia.de per einstweiliger Verfügung sperren. Natürlich hatte diese Sperrung zur Folge, dass viele Wikipedia-Nutzer dadurch erst auf diesen Sachverhalt aufmerksam wurden. Auch dieses Beispiel zeigt, dass der juristische Weg nicht immer der beste ist, wenn man sich damit als Störer ins digitale Rampenlicht katapultiert.

Die Reputation stellt aber insbesondere für Unternehmen ein hohes Gut dar. Gemäß einer Studie aus dem Jahr 2009 sehen zwei Drittel aller Manager inzwischen ein Problem in der Verletzlichkeit ihres Firmen-Images. Trotzdem wird Reputationsmanagement noch nicht bewusst als Lösungsansatz in Betracht gezogen.

Schädigung der privaten Reputation

Unüberlegte Handlungen können allerdings für jeden von uns zu einem Problem werden und die Reputation nachhaltig schädigen. Vielen ist nicht bewusst, dass das Rauschmittel-Techtelmechtel mit der Schülerin aus der Nachbarschaft in fotografisch fixierter Form, oder aber auch die zu Text gewordenen Folterfantasien am eigenen Chef nicht den Weg ins Netz und damit zur breiten Masse finden sollten. Schließlich können auch solche eigentlich privaten Angelegenheiten zum Image-Killer des Arbeitgebers werden.

Insbesondere in den sozialen Netzwerken, die primär zum Zeitvertreib genutzt werden, scheint man sehr sorg- und gedankenlos mit solch prekärem Material umzugehen. Sollte man vielleicht – ähnlich dem Warnhinweis auf der Zigarettenschachtel – beim Verfassen eines Artikels auf die Langlebigkeit mit den Worten „Achtung: Alles was Sie hier schreiben, kann und wird später gegen Sie verwendet werden!“ hinweisen?

Praktische Handlungsempfehlung

Sollten Sie – als Unternehmen oder Einzelperson – einmal unter Beschuss geraten und sich mit aggressiven und vielleicht auch unwahren Informationen über Sie konfrontiert sehen, so überlegen Sie zunächst, bevor Sie reagieren:

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