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Websites - SEO - Grundlagen
Webserver und Suchmaschinen - Teil II
Google sieht die Geschwindigkeit der Serverantwort als maßgebliches Qualitätskriterium. Nutzer sind in der Regel sehr ungeduldig. Wird die gefundene Website nicht innerhalb von wenigen Augenblicken ausgeliefert, wechselt er zurück zur Suchmaschine und wählt einen konkurrierenden Eintrag aus. Schließlich könnte die Website ja auch defekt sein. Der Nutzer möchte sich allerdings erst gar nicht die Frage stellen, ob die Infrastruktur defekt oder einfach nur lahm ist. Er möchte eine Antwort auf seine (Suchan)Frage in hochwertiger Qualität. Ein überforderter Webserver flößt da nicht unbedingt viel Vertrauen ein.
Performance
Google und Co. sind natürlich bestrebt, nur solche Websites in den Suchergebnissen anzubieten, die den Nutzer nicht frustrieren und die zu einer schnellen Antwort führen. Aus diesem Grund werden Websites mit langen Reaktionszeiten im Ranking benachteiligt. Es ist also wesentlich, dass Ihre Website zügig ausgeliefert werden kann. Eine träge Auslieferung liegt oft in der falschen Konfiguration oder der Überlastung des Servers begründet.
Über die Google Webmaster Tools können Sie einsehen, wie schnell die Seiten Ihrer Domain von Google eingelesen werden konnten. Zur Abhilfe eines Performance-Problems sollten Sie zunächst die Ursache herausfinden. Der Umzug auf neue Hardware sollte erst als letzter Schritt in Betracht gezogen werden. Wenn Sie durch eine Korrektur der Serverkonfiguration weitere Kosten einsparen können, wird es Ihnen jeder danken.
Zunächst sollten Sie eine Performance-Analyse mit Firebug und der „Page Speed"-Erweiterung vornehmen:
Reaktionszeit des Servers
Ein Server, der bei einer Anfrage permanent zögerlich reagiert (also ständig überfordert ist), führt unweigerlich zu schlechten Platzierungen. Dies kann beispielsweise bei langsamen Datenbanksystemen oder generell langsamen Servern der Fall sein, wenn sich komplexe Content-Management-Systeme um die dynamische Generierung von Webseiten kümmern sollen. Auch falsche Systemeinstellungen können zu drastischen Performance-Einbrüchen führen.
Es ist in jedem Fall darauf zu achten, dass Sie über einen ausreichend starken Server verfügen, der in der Lage ist, innerhalb von zwei bis drei Sekunden eine Antwort zu geben. In dieser Zeit sollte der HTML-Anteil der Seite (oder eine alternative Serverantwort) übertragen werden können.
Übertragung des HTML-Anteil von bild.de innerhalb einer halben Sekunde
Da HTML-Dateien meist nur aus wenigen Kilobytes bestehen, nehmen eventuell eingebundene Bilder oder Videos, die noch nachgeladen werden müssen, wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Nachzuladende Inhalte können zwar die Browserausgabe verzögern, sind in diesem Kontext für den Robot jedoch weniger relevant. Entscheidend ist nur, dass die angeforderte HTML-Seite vollständig übertragen wurde, was der Server bekanntlich mit dem Statuscode 200 quittiert.
Eine solche Prüfung am Browser mit dem Firebug-Plugin lässt sich nur durchführen, wenn Sie über einen Breitband-Anschluss verfügen. Schließlich greifen auch die Robots über einen solchen auf Ihre Website zu. Sollte es bei kleineren HTML-Dateien dann zu auffällig langen Ladezeiten kommen, kann dies ein Hinweis auf ein serverseitiges Problem sein.
Request-Limitierung des Browsers
Natürlich sollte man schon im Interesse der Besucher darauf achten, eingebundene Medien auf eine möglichst geringe Dateigröße zu optimieren. Die Brutto-Ladezeit wird jedoch noch durch eine andere Eigenart bestimmt:
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