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Programmierung - Apps - Entwicklung App-Entwicklung: Das User-Interface-Design - Teil 2/7In der Anfangszeit von Android gab es kaum Vorgaben, wie eine App auszusehen hatte. Dadurch entwickelte sich eine Vielfalt unterschiedlichster Bedienkonzepte, die Verwirrung bei Benutzern stifteten und auch dem Image der Plattform schadeten. Daher veröffentlichte Google Anfang 2012 erstmals sehr detaillierte Designvorgaben für Android-Apps, die sich schon an der neuen Betriebssystemversion 4.0 Ice Cream Sandwich orientieren. Wie weit diese Vorgaben für alle Entwickler bindend werden und was mit Apps passiert, die sich nicht daran halten, steht noch nicht fest.
Google versteht diese Richtlinien bisher eher als Empfehlungen, um Android-Entwicklern zu helfen, ihre Apps besser in das Design von Android 4.0 zu integrieren und Benutzern zu helfen, sich in der App besser zurechtzufinden.
Hier veröffentlicht Google im Entwicklerbereich der Android-Webseite die Designvorgaben. Empfehlungen und EntwicklerrichtlinienDie wichtigsten Designvorstellungen und Entwicklerrichtlinien haben wir im Folgenden zusammengefasst. Viele davon gelten sinngemäß sogar für alle mobilen Plattformen. Ganzen Artikel lesen...
- Ansprechende Oberfläche, dezente Effekte - Eine ansprechende Oberfläche motiviert den Benutzer, eine App intensiv zu nutzen. Dezent eingesetzte Effekte sollten auf Aktionen des Benutzers antworten, sodass man sofort sieht, dass eine Aktion bei der App auch verstanden wurde.
- Echte Objekte besser als Menüs und Buttons - Wann immer möglich, sollte man den Benutzer die Objekte in der App direkt antippen oder bewegen lassen. Das wirkt wesentlich intuitiver als Schaltflächen oder Menüpunkte.
- Persönliche Anpassungen - Benutzer lieben Personalisierbarkeit. Apps sollten Möglichkeiten zur persönlichen Anpassung bieten. Ein systemweit vom Benutzer ausgewähltes Farbthema sollte von der App übernommen werden.
- Lernfähige Apps - Die Eingabe von Text ist auf einem Smartphone deutlich mühsamer als auf einem PC. Wenn unbedingt nötig, sollten Texteingabefelder sinnvoll vorbelegt sein und aus typischen Benutzereingaben lernen, um diese beim nächsten Mal automatisch vorzuschlagen.
- Kurze Texte - Niemand will in einer App lange Erklärungstexte lesen. Verfassen Sie alle notwendigen Texte kurz und prägnant. Lange Texte werden von Benutzern eher ignoriert als kurze.
- Bilder statt Worte - Bilder oder einfache, aber bekannte Symbole sind oft leichter zu verstehen als Worte und machen die App gleichzeitig auch sprachunabhängig.
- Vorschläge für Aktionen - Stellen Sie den Benutzer nicht vor eine endlose Auswahl möglicher Aktionen, sondern lassen Sie die App eine sinnvolle Aktion vorschlagen, die dann mit einem Tipp ausgeführt werden kann. Ermöglichen Sie immer ein Zurück.
- Nur Notwendiges anzeigen - Benutzer sind durch eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten leicht überfordert. Zeigen Sie in Menüs und Listen nur die Optionen an, die zum aktuellen Zeitpunkt auch wirklich relevant sind.
- Benutzer wollen wissen, wo sie sind - Zeigen Sie dem Benutzer mithilfe durchgängig verwendeter Begriffe und Symbolik immer, wo er gerade in der App ist. Animierte Übergänge von einem Bildschirm zum nächsten bieten dem Benutzer Orientierungshilfe, sich innerhalb einer App nicht zu verlaufen.
- Eigene Daten sichern - Jedem Benutzer sind seine eigenen Daten heilig. Das gilt nicht nur für selbst verfasste Texte oder eigene Fotos, die auf keinen Fall verloren gehen dürfen. Selbst persönliche Einstellungen oder Lesezeichen möchte heute niemand mehr verlieren. Lassen Sie Apps alle diese Daten am besten in der Cloud speichern, um Updates und Gerätewechsel so einfach wie möglich zu machen.
- Was gleich aussieht, muss auch gleich funktionieren - Verwenden Sie Begriffe und Symbole, die Benutzer bereits aus den Standard-Apps kennen, in genau der gleichen Weise, wie der Benutzer es gewohnt ist. Verhindern Sie Situationen, in denen scheinbar Gewohntes auf einmal ganz anders abläuft.
- Unterbrechungen nur, wenn wirklich nötig - Belästigen Sie den Benutzer nicht mit Meldungen, die nicht wirklich sein müssen. Nur in wirklich wichtigen Fällen sollte der Benutzer unterbrochen werden, andernfalls wird er schnell alle Meldungen ignorieren. Bieten Sie Möglichkeiten zur Auswahl, welche Art von Meldungen der Benutzer sehen möchte und welche nicht.
- Intuitive Bedienung - Übernehmen Sie Bedienungsprinzipien aus dem Betriebssystem oder bekannten Apps und erfinden Sie nichts neu. Benutzer erwarten bei bestimmten Aktionen oder Fingergesten bestimmte Reaktionen, die dann in der App auch erfolgen sollten.
- Fehlermeldungen - Es kann immer einmal etwas schiefgehen. Geben Sie bei Fehlern dem Benutzer einfache und klare Hilfestellung und verwirren Sie ihn nicht mit technischen Details. Lässt sich die Fehlerursache automatisch beheben, sollte die App das auch tun.
- Einfache Schritte und Rückmeldung - Teilen Sie komplexe Aufgaben in kurze Einzelschritte auf und lassen Sie die App Rückmeldungen geben, zum Beispiel durch farbige Hinterlegung markierter Elemente, aber nicht über Textmeldungen.
- Komplizierte Aufgaben vereinfachen - Helfen Sie besonders Anfängern bei der Erledigung komplizierter Aufgaben, indem sinnvolle Vorgaben zu Einstellungen gemacht werden oder ein automatischer Modus die manuelle Auswahl durch häufig verwendete Standardwerte ersetzt.
- Wichtiges leicht auffindbar machen - Die jeweils wichtigste Funktion in einer Situation sollte jederzeit leicht zu finden sein, auffällig angeordnet, groß oder farbig hinterlegt. Weniger wichtige Funktionen sollten entsprechend in den Hintergrund verschwinden.
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Christian Immler
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